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Startseite > Hunde > Medizin und Gesundheit > Verhalten, Stress und Angst > NOVARTIS PACK 2 X CLOMICALM 80 MG FÜR HUNDE VON 20 BIS 80 KG 30 TABLETTEN

NOVARTIS
PACK 2 X CLOMICALM 80 MG FÜR HUNDE VON 20 BIS 80 KG 30 TABLETTEN

Zur Unterstützung bei der Behandlung von trennungsbedingten Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden, die sich durch destruktives Verhalten und unangemessenes Ausscheidungsverhalten (Kot- und Harnabsatz) zeigen

PACK
123.40
Einige Länder verlangen die Einreichung eines Rezepts zum Verkauf dieses Medikaments.

Clomicalm ist ein Tierarzneimittel, das den Wirkstoff Clomipramin enthält. Es ist als
Tabletten mit 5 mg, 20 mg oder 80 mg Clomipramin erhältlich.

Clomicalm wird zur Unterstützung der Behandlung von Hunden, die, bedingt durch die
Trennung von ihrem Besitzer, ihrem normalen Zuhause oder von anderen Hunden,
Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Diese Verhaltensauffälligkeiten können sich
beispielsweise durch destruktives Verhalten oder unangemessenen Kot- und Harnabsatz im
Haus äußern. Clomicalm darf nicht allein angewendet werden, sondern nur bei Hunden, die
auch eine Verhaltenstherapie erhalten.
Clomicalm-Tabletten werden zweimal täglich verabreicht. Die Stärke und die Anzahl der
verabreichten Tablette(n) richten sich nach dem Körpergewicht des Hundes, d. h. dem Hund
werden täglich zwischen 2 mg und 4 mg Clomipramin pro Kilogramm Körpergewicht
verabreicht.

Der Wirkstoff in Clomicalm, Clomipramin, gehört zur Gruppe der trizyklischen
Antidepressiva. Clomipramin und sein Hauptmetabolit Desmethylclomipramin verhindern,
dass einige Neurotransmitter wieder in Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark
aufgenommen werden. Neurotransmitter sind Stoffe, die chemische Signale zwischen den
Nervenzellen übertragen. Clomipramin verhindert die Wiederaufnahme von Serotonin (5-
Hydroxytryptamin) und Desmethylclomipramin die Wiederaufnahme von Noradrenalin.
Niedrige Konzentrationen von Neurotransmittern im zentralen Nervensystem können mit
Depression, Angst oder Aggressionen verbunden sein. Indem Clomipramin und sein Metabolit
die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin in Nervenzellen blockieren, sorgen sie dafür, dass die Konzentrationen höher bleiben. Dies kann die klinischen Symptome
(Verhaltensauffälligkeiten) bei Hunden mit trennungsbedingten Störungen verbessern. Zur
Behandlung der Angst eines Hundes, sollte das Tier nicht nur Arzneimittel, sondern auch eine
Verhaltenstherapie erhalten. Die Therapie zur Änderung des Verhaltens ist der wichtigste Teil
der Therapie, doch die Anwendung des Arzneimittels ermöglicht eine schnellere Genesung
des Tierpatienten. 

Clomicalm®
5 mg Tabletten für Hunde.
Clomicalm®
20 mg Tabletten für Hunde.
Clomicalm®
80 mg Tabletten für Hunde.

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung:
Jede Clomicalm® Tablette enthält:
Arzneilich wirksame Bestandteile:
Clomipraminhydrochlorid 5 mg (entsprechend 4,5 mg Clomipramin)
Clomipraminhydrochlorid 20 mg (entsprechend 17,9 mg Clomipramin)
Clomipraminhydrochlorid 80 mg (entsprechend 71,7 mg Clomipramin)

3. Darreichungsform:
Tabletten.

4. Klinische Angaben:

4.1. Zieltierart:
Hund.

4.2. Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart:
Zur Unterstützung bei der Behandlung von trennungsbedingten Verhaltensauffälligkeiten bei
Hunden, die sich durch destruktives Verhalten und unangemessenes Ausscheidungsverhalten
(Kot- und Harnabsatz) zeigen und nur in Kombination mit einer Verhaltenstherapie.

4.3. Gegenanzeigen:
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Clomipramin und andere
verwandte trizyklische Antidepressiva.
Nicht anwenden bei männlichen Zuchthunden.

4.4. Besondere Warnhinweise:
Es liegen keine Erfahrungen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Clomicalm®
bei Hunden
mit einem Gewicht unter 1,25 kg oder jünger als 6 Monate vor.

4.5. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Es wird empfohlen, Clomicalm®
bei Hunden mit kardiovaskulären Störungen oder Epilepsie
mit Vorsicht und nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung einzusetzen. Aufgrund der
möglichen anticholinergen Eigenschaften sollte Clomicalm®
auch bei Hunden mit Engwinkelglaukom,
herabgesetzter gastrointestinaler Motilität oder Harnverhalten nur mit Vorsicht
eingesetzt werden.

Clomicalm®
sollte unter tierärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei Kindern sollte die versehentliche Einnahme als bedenklich angesehen werden. Ein
spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Bei versehentlichem Verschlucken des Präparates ist
umgehend ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage vorzuzeigen. Überdosierung
führt beim Menschen zu anticholinergen Wirkungen. Außerdem können das ZNS und HerzKreislauf-System
betroffen sein. Menschen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen
Clomipramin sollten das Medikament nur mit Vorsicht verabreichen.

4.6. Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere):
Clomicalm®
kann sehr selten zu Erbrechen, wechselndem Appetit, Lethargie oder einem
Anstieg von Leberenzymen führen, der reversibel ist wenn das Produkt abgesetzt wird.
Speziell bei Vorerkrankungen und bei der gleichzeitigen Gabe von Arzneimitteln, die über
das hepatische System verstoffwechselt werden, wurde von hepato-biliären Erkrankungen
berichtet. Das Erbrechen kann durch die gleichzeitige Verabreichung von Clomicalm® mit
einer kleinen Menge Futter gebessert werden.

4.7. Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Es liegen keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit von Clomicalm® bei Hündinnen
während der Trächtigkeit und Laktation vor. Laborstudien bei Mäusen und Ratten wiesen auf
embryotoxische Effekte hin.

4.8. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere
Wechselwirkungen
Die Empfehlungen zu Wechselwirkungen von Clomicalm® mit anderen Medikamenten leiten
sich aus Studien an anderen Tierspezies, d.h. nicht von Hunden, ab. Clomicalm®
kann die Wirkungen des Antiarrhythmikums Quinidin, anticholinerger Substanzen (z.B. Atropin),
anderer ZNS-wirksamer Arzneimittel (z.B. Barbiturate, Benzodiazepine, Allgemeinanästhetika,
Neuroleptika) Sympathomimetika (z.B. Adrenalin) und von Cumarinderivaten
verstärken. Es empfiehlt sich, Clomicalm®
nicht in Kombination mit oder innerhalb von 2
Wochen nach Absetzen einer Therapie mit MAO-Hemmern anzuwenden. Die gleichzeitige
Gabe von Cimetidin kann zu einem Anstieg der Plasmaspiegel von Clomipramin führen. Die
Plasmaspiegel gewisser Antiepileptika, wie z.B. Phenytoin und Carbamazepin, können bei
gleichzeitiger Gabe von Clomicalm®
ansteigen.

4.9. Dosierung und Art der Anwendung:

Clomicalm®
sollte zweimal täglich oral in einer Dosierung von 1-2 mg/kg verabreicht
werden. Die tägliche Gesamtdosis beträgt dann 2-4 mg/kg entsprechend der folgenden

Tabelle:
Dosierung je Verabreichung
Körpergewicht Clomicalm®
5 mg Clomicalm®
20 mg Clomicalm® ® 80 mg
1,25 - 2,5 kg 1/2 Tablette
>2,5 - 5 kg 1 Tablette
> 5 - 10 kg 1/2 Tablette
>10 - 20 kg 1 Tablette
>20 - 40 kg 1/2 Tablette
>40 - 80 kg 1 Tablette

Clomicalm®
kann mit oder ohne Futter verabreicht werden.
In klinischen Studien war eine Behandlungsdauer von 2-3 Monaten mit Clomicalm®
ausreichend, um trennungsbedingte Verhaltensauffälligkeiten in Kombination mit Techniken
zur Änderung des Verhaltens zu behandeln. In Einzelfällen kann eine längere
Behandlungsdauer erforderlich sein. In Fällen, die nach 2 Monaten der Behandlung keine
Besserung zeigen, sollte die Therapie mit Clomicalm®
beendet werden.

4.10. Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls
erforderlich:
Bei einer Überdosierung mit 20 mg/kg Clomicalm®
(entspricht dem fünffachen der maximalen
therapeutischen Dosis) wurden etwa 12 Stunden nach der Verabreichung Bradykardie und
Arrhythmien (AV-Block, ventrikuläre Extrasystolen) beobachtet. Die Gabe von 40 mg/kg
Clomipramin (entsprechend dem 20fachen der empfohlenen Dosis) führte bei Hunden zu
gekrümmter Körperhaltung, Tremor, gerötetem Abdomen sowie reduzierter Aktivität. Höhere
Dosierungen (500 mg/kg, entsprechend dem 250-fachen der empfohlenen Dosis) lösten
Erbrechen, Defäkation, herabhängende Augenlider, Zittern und Schläfrigkeit aus. Noch
höhere Dosen (725 mg/kg) führten zusätzlich zu Krämpfen und zum Tod.

4.11. Wartezeit:
Nicht zutreffend.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN:
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Nicht selektiver Monoamin-Wiederaufnahmehemmer.
ATCvet-Code: QN06AA04.

5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften:
Clomipramin hat ein breites Wirkungsspektrum durch Blockade der neuronalen Aufnahme
sowohl von Serotonin (5-HT) als auch von Noradrenalin. Es besitzt deshalb die
Eigenschaften eines Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers und eines trizyklischen
Antidepressivums.

Die wirksamen Bestandteile in vivo sind Clomipramin und sein Hauptmetabolit
Desmethylclomipramin. Sowohl Clomipramin als auch Desmethylclomipramin tragen zu den

Wirkungen von Clomicalm®
bei: Clomipramin ist ein starker und selektiver Hemmstoff für die 5-HT-Wiederaufnahme, während Desmethylclomipramin die Wiederaufnahme von
Noradrenalin stark und selektiv blockiert. Der Hauptwirkungsmechanismus von Clomicalm®
beruht auf der Potenzierung der Wirkungen von 5-HT und Noradrenalin im Gehirn durch die
Blockade ihrer neuronalen Wiederaufnahme. Clomipramin besitzt zusätzlich anticholinerge
Eigenschaften durch die Antagonisierung cholinerger Muscarin-Rezeptoren.

5.2. Angaben zur Pharmakokinetik:
Clomipramin wird nach oraler Verabreichung an Hunde gut (>80%) aus dem
Gastrointestinaltrakt resorbiert, aber die systemische Bioverfügbarkeit beträgt aufgrund eines
ausgeprägten Metabolismus bei der ersten Leberpassage (First-Pass-Effekt) etwa 22-26%.
Die maximalen Plasmakonzentrationen von Clomipramin und Desmethylclomipramin werden
schnell erreicht (nach etwa 1,5 bis 2,5 Stunden). Die maximalen Plasmakonzentrationen
(Cmax) betrugen nach oraler Verabreichung von Einzeldosen von 2 mg/kg
Clomipraminhydrochlorid: 240 nmol/l für Clomipramin und 48 nmol/l für
Desmethylclomipramin. Wiederholte Verabreichung von Clomicalm®
führt zu einem moderaten Anstieg der Plasmakonzentrationen. Nach zweimal täglicher oraler
Verabreichung beträgt dieser Anstiegsquotient 1,2 für Clomipramin und 1,6 für
Desmethylclomipramin. Ein Fließgleichgewicht (Steady State) wird innerhalb von 3 Tagen
erreicht. Im Steady State liegt das Verhältnis von Clomipramin zu Desmethylclomipramin im
Plasma bei etwa 3:1. Die Verabreichung von Clomicalm® mit Futter führt zu geringfügig
höheren Werten bei der Plasma-Konzentrations-Zeitkurve (AUC-Wert) für Clomipramin
(25%) und Desmethylclomipramin (8%) im Vergleich zur Verabreichung an nüchterne
Hunde. Clomipramin wird bei Hunden fast vollständig (>97%) an Plasmaproteine gebunden.
Clomipramin und seine Metaboliten werden schnell im Körper von Mäusen, Kaninchen und
Ratten verteilt, wobei in den Organen und Geweben (einschließlich Lunge, Herz und Gehirn)
hohe Konzentrationen erreicht werden und die Konzentrationen im Blut niedrig bleiben. Das
Verteilungsvolumen (VDss) beträgt beim Hund 3,8 l/kg. Der Hauptstoffwechselweg von
Clomipramin ist die Demethylierung zu Desmethylclomipramin. Es entstehen auch weitere
polare Metaboliten. Die Eliminationshalbwertszeit (t ½) beträgt bei Hunden nach i.v.-
Verabreichung von Clomipraminhydrochlorid 6,4 Stunden für Clomipramin und 3,6 Stunden
für Desmethylclomipramin. Die Ausscheidung erfolgt beim Hund hauptsächlich über die
Galle (>80%). Der Rest wird mit dem Harn ausgeschieden.